Ästhetik der Energie: Schön ist das Vertraute

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Was gehört für die Deutschen zu einer schönen Landschaft? Wiesen, Weiden, Hügel und ein Bach, hat Prof. Dr. Dr. Olaf Kühne, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf herausgefunden. Der Experte für Regionalentwicklung sieht aber durchaus Chancen, dass für die nächste Generation auch Windkraftanlagen dazu gehören. Denn insbesondere jungen, gebildeten Frauen gefällt die neue Energiewelt. „Ästhetisch“ kann nämlich auch bedeuten: erhebend und beeindruckend. Im Gespräch erläutert Olaf Kühne die Stereotype in der Wahrnehmung von Landschaften und die Möglichkeiten einer gesellschaftlichen Umdeutung.

Das Bild einer schönen Landschaft wird durch Stereotype geprägt. Als Deutsche bekommen wir in unseren Kinder- und Schulbücher etwa elf archetypische Landschaften präsentiert. Dazu gehört an erster Stelle die mitteleuropäische Kulturlandschaft. Wir können uns nur schwer vorstellen, wie es bei uns aussehen würde, wenn der Mensch nicht gestalterisch eingegriffen hätte. Denn dieses feld-, wald- und wiesenhügelige Land ist, ist keineswegs natürlich entstanden, sondern durch unsere Vorfahren angelegt worden. Ohne Eingriff des Menschen gäbe es hier einen innereuropäischen Urwald, der zu einem überwiegenden Teil aus Rotbuchen bestehen würde. Diese nahezu reinen Waldlandschaften werden jedoch gesellschaftlich weniger schön wahrgenommen als die kleinbäuerliche Kulturlandschaft, meint Olaf Kühne.

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Diskussion zum Grünbuch: Über 700 Stellungnahmen

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Die Diskussion über ein Strommarktdesign der Zukunft wird in der Öffentlichkeit intensiv verfolgt. Im Rahmen einer öffentlichen Konsultation des Grünbuchs hatten sich bis zum 1. März 2015 zahlreiche Bürger, Unternehmen und Verbände aktiv in die Diskussion eingeschaltet. Im Bundeswirtschaftsministerium gingen dazu 700 Stellungnahmen ein. Diese werden jetzt ausgewertet, berichtete Rainer Baake, Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) auf einer Veranstaltung des Berlin Brandenburg Energy Network Anfang März 2015 in Berlin.

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