Lokale Strommärkte – ein Missing Link ?

Dr. Stefan NießenTechnisch ist ein Stromsystem, in dem sich die Verbraucher an die Erzeugungssituation anpassen, inzwischen gut vorstellbar. Die Frage nach der Motivation der Teilnehmer ist hingegen noch offen. Warum sollte jemand auf Strom zeitweise verzichten, wenn er dafür keine Gegenleistung erhält? Tatsächlich gibt es in diesem Bereich für kleine Mengen noch keinen Markt mit Preisbildung. Das Unternehmen Siemens hat nun dieses Thema zum Bestandteil eines Forschungsprojektes gemacht. Nach ersten Einschätzung können lokale Strommärkte einige Vorteile bringen.

In der Online-Ausgabe http://www.ew-magazin.de ist dazu bereits eine Vorschau auf ein längeres Interview mit Dr. Stefan Nießen, Siemens, erschienen: https://www.ew-magazin.de/siemens-untersucht-vorteile-lokaler-strommaerkte/

Bildquelle: Siemens

 

 

Interview mit Lars Grotewold: Dekarbonisierung als Wachstumschance

Grotweold_Lars_2Klimaschutz wird oft als zusätzliche Belastung für die Wirtschaft gesehen. Das muss nicht sein: Über die Chancen einer Dekarbonisierung spricht Dr. Lars Grotewold, Leiter Bereich Klimawandel bei der Stiftung Mercator im Interview mit der Zeitschrift EW – Magazin für die Energiewirtschaft.  

Die Mercator Stiftung hat gemeinsam mit anderen internationalen Stiftungen in einem Report dargestellt, dass Klimaerwärmung nicht nur ein Umweltschutzthema ist. Der Stiftungsverbund empfiehlt insbesondere den 20 führenden Industrienationen die Chancen einer Umgestaltung des Wirtschaftssystems zu nutzen. Klimaschutz muss die Wirtschaft nicht belasten, wenn der Umbau richtig vorangetrieben wird, erläutert Grotewold. „Wir sehen Dekarbonisierung als eine Voraussetzung für künftige Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Modernisierung.“

Dreh- und Angelpunkt der Empfehlungen ist eine Bepreisung der CO2-Emissionen.  Solange es nichts koste, die Atmosphäre zu belasten, werde dies weiterhin geschehen, ist Grotewold überzeugt. Die grundsätzliche Ausgestaltung könne entweder als Steuer oder über ein Handelssystem wie beim Emissionszertifikatehandel erfolgen. Aus beiden Systemen ließen sich Einnahmen für den Staat generieren, so dass steuerliche Entlastungen an anderer Stelle möglich seien, so Grotewold. Damit ließe sich wirtschaftliches Wachstum ankurbeln. Insofern sei die CO2-Bepreisung weniger ein Thema für Ökoaktivisten als vielmehr für die Finanzminister.

Das vollständige Interview ist in ew 8 /2017 erschienen.

Bildquelle: Stiftung Mercator

 

 

 

 

 

Interview mit Martin Bachmann: Erdgas als unmittelbarer Weg zum Klimaschutz

 

fe_bachmann_BVEG_2017-696x329Erneuerbare Energien stehen selten in der Kritik, wenn es um Belange des Umweltschutzes geht. Bei nüchterner Betrachtung ist dies allerdings zumindest in Bezug auf die Reduzierung von CO2-Emissionen fraglich. Um die Klimaziele zu erreichen, müssten wir stärker auf Erdgas als Partner der Erneuerbaren setzen, erläutert Martin Bachmann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) im Gespräch mit der Zeitschrift EW – Magazin für die Energiewirtschaft. 

Die Energiewende sei vor allem eine Stromwende, meint Bachmann. Ganz nüchtern betrachtet habe der schon hohe Anteil von erneuerbaren Energien kaum Auswirkungen auf den Klimaschutz. Bei enormen Kosten für den Ausbau der Anlagen und der nötigen Infrastruktur sei der CO2-Ausstoß in den letzten Jahren lediglich stabil geblieben. Bei diesem Weg ist unsicher, ob er zum Ziel führt, so sein Fazit. Er koste eine Menge und sei weder wirtschaftlich noch sozialverträglich und auch nicht besonders clever im Sinne des Energiemixes. In der öffentlichen Diskussion überwiege die Einschätzung, dass die Energiewende – abgesehen von kleinen Anlaufschwierigkeiten – auf den Weg gebracht ist. Bachmann empfiehlt hier etwas mehr Realismus.

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WWF-Szenario: Schrittweise Stilllegung der Kohlekraftwerke bis 2035

IMG_3386Die Stromerzeugung aus Braunkohle ist umstritten, da die CO2-Emissionen relativ hoch sind und alternative Möglichkeiten der Stromproduktion technisch zur Verfügung stehen. Spätestens in der nächsten Legislaturperiode sollte die Politik nach Einschätzung des Auftrag des World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland den Ausstieg aus der Braun- und Steinkohleverstromung regeln, um die Klimaschutzvereinbarungen von Paris einhalten zu können. Bis 2035 müsste die gesamte Stromerzeugung aus Kohle durch klimafreundlichere Erzeugungsalternativen ersetzt werden. Grundlage ist eine neue Studie von Prognos und Ökoinstitut im Auftrag des WWF.

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Blockchain für Handel, Abrechnung, Mobilität und Netzbetrieb interessant

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Die Energieversorgung wird digitaler und ein neuer Transformationsschub kündigt sich an. Als nächste disruptive Technologie, die neue Strukturen schaffen kann, gilt derzeit Blockchain. Seitdem im New Yorker Stadtteil Brookly Strom rein digital und direkt zwischen Erzeuger und Verbraucher vertrieben wird, werden auch in Deutschland intensiv Anwendungsbereiche für die Verschlüsselungstechnologie erörtet. Eine gemeinsame Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und mit der European School of Management and Technology GmbH (ESMT) Berlin hat den aktuellen Diskussionsstand und die Einschätzungen von Entscheidern untersucht. Der vollständige Beitrag ist in der Fachzeitschrift EW – Magazin für die Energiewirtschaft, Ausgabe 12/2016 erschienen. Weiterlesen

LNG: Von den Niederlanden lernen

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Flüssigerdgas (Liquified natural Gas – LNG) ist in den Niederlanden als Treibstoff für LkW bereits Realität. Deutschland könnte seine CO2-Bilanz im Transportsektor durch den Einsatz von Flüssigerdgas entscheidend verbessern. Auch niedrige Treibstoffkosten sprechen für eine Einführung als Kraftstoff für LKW und Schiffe. In der Zeitschrift „ew – Magazin für die Energiewirtschaft“ erläutert Stijn van Els, Vorsitzender Shell Deutschland, was Deutschland von den Niederländern im Bereich Small-scale LNG lernen kann. Weiterlesen